Vom Mattenberg zum flachen Berg


Bildbearbeitung von "Rettet den Süntel": Ein dünner Waldsaum als Erinnerung an einen mächtigen Berg. Wollt ihr das wirklich?

 

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie gewinnt geologische Informationen über Niedersachsens Untergrund u.a. durch Kartierungen und Bohrungen. Dieses „Sammeln“ von geologischen Fachinformationen wird als geologische Landesaufnahme bezeichnet.

Die Frage nach dem Preis: Ist nur der Korallenoolith vom Berg , aus dem Wald hart genug für den Straßenbau? 


Felder statt Wald? Ein Plädoyer für Gesteinsabbau auf alternativen Flächen

Gesteinsabbau im Süntel ist bislang immer mit dem Verlust von Waldflächen verbunden. Michael Meier, Beauftragter für Waldnaturschutz beim Heimatbund Niedersachsen, warnt davor und schlägt ein anderes Vorgehen vor, um Gestein für den Straßenbau zu gewinnen . . . . . . . . . .

[Wir bleiben dran . . .]

Für ihn sei es überfällig, dass sich das für Raumordnung zuständige Referat im Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium des Themas annehme und Gewinnungsstätten vorschlage. Die könnten im Anschluss wieder verfüllt und in die Produktion genommen werden. „Niedersachsen liegt weltweit gesehen im Zentrum des Verbreitungsgebietes der Rotbuche. Wir haben damit die gleiche Verpflichtung zum Erhalt dieser Wälder wie wir sie auch für die tropischen Wälder und borealen Urwälder fordern.“

DEWEZET Jens Rathmann 07.05.2026









Steinbruch Hamelspringe auf Eis: Jetzt spricht der Betreiber

Hamelspringe. Bis zu 340.000 Tonnen Kalkstein im Jahr wollte die Norddeutsche Naturstein GmbH (NNG) eigentlich in Hamelspringe abbauen: in dem jahrelang weitgehend brachliegenden Steinbruch am Ortsrand.

Im Ort und drumherum regte sich Widerstand, auch Stadt und Politik diskutierten das Thema kontrovers. Doch am Ende kam die Wende für die Gegner des Vorhabens erst im August: Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg äußerte in einem Urteil „erhebliche Zweifel“ daran, dass die bisherigen Genehmigungen den Betrieb wie geplant möglich machten.

 

Reaktion auf das Urteil des Oberverwaltungsgerichts

Seitdem liegt alles auf Eis; die NNG sagte Gespräche mit Stadt und Politik ab. In Hamelspringe hofft man seitdem darauf, dass das Projekt sich langsam aber sicher selbst erledigt. Und die NNG schwieg öffentlich.

Nun äußert sich aber ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage. Die Botschaft: Die Pläne lässt man offenbar nicht fallen - aber schnell gehen wird es wohl auch nicht . . . . . . 

. . . . . . . Doch auch bei dem Unternehmen mit Sitz in Flechtingen in Sachsen-Anhalt rechnet man nicht damit, in die Nähe der bisherigen Zeitpläne zu kommen. Die NNG gehe „aufgrund der Entwicklungen der vergangenen Monate“ nicht von einer „kurzfristigen Entscheidung oder gar Wiederinbetriebnahme“ aus. aus DEWEZET 17.04.2026 Christian Zett



Kontroverse um den Steinbruch: Hamelspringe gespalten

Ganz oben auf der Liste mit den Dingen, die eine Lösung brauchen, steht der Steinbruch: Den möchte die Norddeutsche Naturstein GmbH nämlich gerne wieder in Betrieb nehmen und bis zu 340.000 Tonnen jährlich abbauen – deutlich mehr, als vor der Schließung Ende 2010, damals waren es durchschnittlich 170.000 Tonnen. 16 Stunden am Tag – von 6 bis 22 Uhr – könnte das Unternehmen im Steinbruch arbeiten, voraussichtlich für die nächsten 15 Jahre. Wenn es denn so kommt. „Juristisch gesehen ist gerade alles in der Schwebe“, berichtet Behnke.

 

Weder Ortsrat noch Stadt entscheiden

Was nicht in der Schwebe ist: Durch das Dorf geht ein Riss. Das ist Fakt. „Der Streit geht teilweise quer durch die Familien“, erläutert der Ortsbürgermeister die Situation. 

Auf der einen Seite gebe es Hamelspringer, die mit ihren Forstanteilen vom Abbau profitieren. Auf der anderen Seite stünden die Einwohner, die keine Sprengungen und keinen ausufernden Lkw-Verkehr möchten. „Beide Seiten haben gute Argumente, es wird aber auch viel dummes Zeug erzählt“, sagt Behnke. Er persönlich fragt sich, welche Auftragssituation hinter einem so hohen Abbau steht: „Bei der Schließung hieß es damals, die geförderten Steine seien für den Straßenbau nicht zu gebrauchen.“ Doch egal. Angesichts der anhaltenden Streitigkeiten sieht sich der Ortsbürgermeister mit seinen Mitstreitern im Ortsrat in der Pflicht, die Wogen zu glätten und zwischen den Fronten zu vermitteln. Das Dilemma dabei: „Weder der Ortsrat noch die Stadt Bad Münder entscheiden über den Steinbruch. Das ist einzig Aufgabe des Landkreises und der Gewerbeaufsicht in Hildesheim.“  aus NDZ Tom Vahle

24.01.2026


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