Effektives Biodiversitätsmanagement muss nicht unbedingt teuer sein. Es gibt eine Vielzahl niedrigschwelliger Maßnahmen, die mit geringen oder sogar ohne zusätzliche Kosten umgesetzt werden können, etwa das Ausbaggern kleiner Teiche oder die Anlage von Böschungen und Steilwänden. Hier eine kleine Fachsimpelei:
Leiterin Energie- und Umweltmanagement, internationales Rohstoffunternehmen
"Unser Biodiversitätsmanagement ist natürlich in das integrierte Managementsystem eingebunden und dort vor allem im Umweltmanagementsystem ISO 14001 * angesiedelt. Letzten Endes hängt alles miteinander zusammen und es macht keinen Sinn, Parallelwelten zu schaffen."
*Im Umweltmanagementsystem ISO 14001 wird Biodiversität nicht explizit erwähnt. Dennoch kann und sollte die biologische Vielfalt mit einbezogen werden. Seit dem Jahr 2020 wird zudem die ISONorm 331 »Biodiversität« entwickelt. Hier werden u. a. Standards und Instrumente zu Terminologie, Daten und Monitoring der Biodiversität erarbeitet, welche in Zukunft ein standardisiertes Vorgehen im Biodiversitätsmanagement ermöglichen.
Leiterin Energie- und Umweltmanagement, mittelgroßes Rohstoffunternehmen
"Es sind nicht die großen Investitionsprojekte... Da braucht man erstmal nicht viele finanzielle Mittel."
Ganzheitliches Biodiversitätsmanagement kann sogar Kosten einsparen: Ältere Rekultivierungspläne und Genehmigungsvorgaben schreiben oft eine Aufforstung vor, obwohl aus heutiger Sicht kostengünstigere Maßnahmen für den Artenschutz sinnvoller sind. In Absprache mit der Naturschutzbehörde kann eine Änderung der Rekultivierungspläne möglich sein.
Prokuristin Genehmigungen und Rekultivierung, mittelgroßes Rohstoffunternehmen
"Wir sind sowieso verpflichtet, den Abraum laut Genehmigung einzubringen... Eine Umgestaltung kostet also nicht automatisch mehr Geld."
Zudem wird im Zuge des Genehmigungsprozesses häufig veranlasst, dass das Unternehmen Ausgleichsflächen schaffen, also externe Flächen oft zu hohen Grundstückspreisen erwerben muss. Kann die Ausgleichsfläche auf dem eigenen Gelände realisiert werden, sparen Sie sich viel Geld.
Verbundpartner, Branchenverbände und Förderer arbeiten Hand in Hand
So lassen sich neue Abbaugebiete leichter genehmigen.
Bei der Gewinnung von Rohstoffen wie Sand, Kies, Kalkstein oder Gips gehen wichtige, natürliche Lebensräume für Tiere und Pflanzen verloren.
Doch gleichzeitig können neue, sogenannte Pionierlebensräume entstehen, die für seltene Arten überlebenswichtig sind. Es sind nur Refugien
In den durch den Abbaubetrieb oder durch praktische Naturschutzmaßnahmen neu entstandenen Tümpeln fehlen Feinde und Insektenlarven. Durch den offenen Charakter der Steinbrüche sind die Gewässer sonnenexponiert und erwärmen sich schnell. Dies begünstigt wiederum die Entwicklung der Kaulquappen, die beendet sein muss, bevor das Gewässer wieder ausgetrocknet ist - das geht im Klimawandel immer schneller. Evtl. muss im Sommer der Tankwagen kommen und Wasser bringen - 2025 in Pötzen.
Uhu: Ich lebe gern in natürlichen Felsformationen, wo kein Fuchs, kein Waschbär mein Gelege ausräubern kann. Bin nicht anspruchsvoll: Mein Brutplatz kann aus kleinen Steinen bestehen, so können die Eier nicht wegrollen. Mein Partner fängt Ratten, Tauben, junge Kaninchen. Das kann in der Landschaft recht nützlich sein. Ich zerlege die Beute in kleine Häppchen für unsere Küken. Warum man uns früher gejagt hat?? Waren wir den Menschen unheimlich? Wir sind den Menschen nützlich, wenn man uns in Ruhe lässt.
Ruhe? Ja, wir haben empfindliche Ohren. Auch müssen wir uns verständigen, rufen...
Wenn die Partner sich verlieren, gibt es keine kleinen Uhus mehr. Ehrlich gesagt, ich lebe lieber im Sand- und Kiesabbau unten an der Weser. Immer wieder dieser ohrenbetäubende Sprenglärm hier im Steinbruch.
Dipl.-Biologen aus Planungsbüros sind Partner bei Umweltgutachten und naturschutzrechtlichen Themen.
Siehe 3 Seiten:
Steinbrüche der BASALT AG und NNG hier bei uns in der Nähe
Klar: Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Schulklassen und sonstige Bildungseinrichtungen.