Extremtemperaturen bremsen das Land aus. Straßen verformen sich, der Verkehr stockt und die Produktivität sinkt. Die aktuelle Hitzewelle zeigt, wie stark der Klimawandel Wirtschaft und Infrastruktur bereits belastet.
Deutschland 2026 Datum: 29.06.2026
Lachgas ist ein übersehener Klimatreiber: Es wirkt etwa 300-mal stärker als CO₂, zerstört die Ozonschicht und steigt seit Jahrzehnten an. Haupttreiber ist die Landwirtschaft mit stickstoffhaltigem Dünger. Auch in den Meeren entsteht immer mehr davon.
Distickstoffmonoxid (N₂O), bekannt als Lachgas, sorgt nicht nur für schmerzfreie Zahnbehandlungen, sondern auch für gravierende Klimaprobleme. Noch alarmierender: Es gibt bislang keine Technologie, um der Atmosphäre N₂O zu entziehen.
Lachgas ist nach Kohlendioxid (CO₂) und Methan (CH₄) das drittwichtigste Treibhausgas. Es trägt nach CO₂ und CH₄ am stärksten zur vom Menschen verursachten Erderwärmung bei. Es ist nicht nur sehr klimawirksam, sondern auch sehr langlebig.
Zwar wird Lachgas in deutlich geringeren Mengen freigesetzt, doch sein Erwärmungspotenzial ist 265- bis 300-mal höher als das von CO₂, auch bleibt es über ein Jahrhundert in der Atmosphäre. Dadurch hat es eine enorme Auswirkung auf das Klima. Zusätzlich zerstört es die Ozonschicht.
ein- und ausatmen bis man nicht mehr kann
Abgefüllt im Luftballon, verspricht Lachgas den ultimativen Partykick. Die bunten Kartuschen stehen in Deutschlands Kiosken frei zum Verkauf. Der Lachgaskick dauert wenige Sekunden, doch der Konsum kann langfristige gesundheitliche Schäden verursachen.
Mediziner warnen
Entsorgung, nach Auskunft der Sonderabfallannahmestelle: Metallsammelstelle
Video-Streaming: Art der Datenübertragung entscheidend für Klimabilanz 10.09.2020
Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und Sicherheit (Quelle)
Für Videostreaming in HD-Qualität entstehen je nach Übertragungstechnik unterschiedlich viel Treibhausgasemissionen. Der Anteil an den CO2-Emissionen durch die Datenverarbeitung im Rechenzentrum ist dabei mit jeweils 1,5 Gramm CO2 pro Stunde relativ gering. Entscheidend für die Klimaverträglichkeit von Cloud-Diensten wie Video-Streaming ist hingegen, mit welcher Technik die Daten von dort zu den Nutzerinnen und Nutzern übertragen werden. Dabei können je nach Art der Datenübertragung Treibhausgasemissionen in erheblichem Umfang eingespart werden. Dies zeigen erste Forschungsergebnisse im Auftrag des Umweltbundesamtes.
Die geringste CO2-Belastung entsteht, wenn das HD-Video bis nach Hause über einen Glasfaser-Anschluss gestreamt wird, mit lediglich 2 Gramm CO2 je Stunde Videostreaming für Rechenzentrum und Datenübertragung. Bei Kupferkabel (VDSL) sind es 4 Gramm. Bei einer Datenübertragung mit UMTS (3 G) sind es hingegen 90 Gramm CO2 pro Stunde. Erfolgt die Datenübertragung stattdessen mit 5G Übertragungstechnik werden nur etwa 5 Gramm CO2 je Stunde emittiert. Nicht berücksichtigt wird bei dieser Berechnung der Stromverbrauch des Endgeräts.
Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Bislang war die Datenlage zur Klimawirkung digitaler Infrastruktur mehr als dürftig. Darum arbeiten wir daran, die bestehenden Wissenslücken mit guter Forschung zu schließen. Denn: Gute Politik braucht eine gute Datenbasis. Die neuesten Erkenntnisse zeigen uns nun: Klimaverträgliches Streaming ist möglich, wenn man es richtig anstellt und den richtigen Weg zur Datenübertragung wählt. Aus Umweltsicht ist es eine gute Idee, mehr öffentliche WLAN Hotspots einzurichten, denn das ist klimafreundlicher als Streaming im Mobilfunknetz. Im richtigen Netz und mit effizienteren Rechenzentren wächst auch der Klima-Vorteil, den Home-Office und Videokonferenzen für den Klimaschutz haben können. Mein Ziel ist, die deutsche EU-Ratspräsidentschaft dazu zu nutzen, eine gemeinsame Positionierung für eine umweltfreundliche Digitalisierung zu erreichen. Denn gute Standards setzen wir am besten gleich in ganz Europa."
Treibhausgasemissionen Videostreaming Rechenzentrum und Übertragungsweg:
Glasfaser (FTTH) 2 Gramm CO2 in der Stunde
Kupferkabel (VDSL) 4 Gramm CO2 in der Stunde
Mobilfunk 5G 5 Gramm CO 2 in der Stunde
Mobilfunk LTE (4G) 13 Gramm CO 2 in der Stunde
Mobilfunk UMTS (3G) 90 Gramm CO2 in der Stunde
Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes: "Eine gute Nachricht für Film- und Serienfreunde: Wer zu Hause über Glasfaser oder VDSL streamt, kann dies mit gutem Klimagewissen tun. Doch die Datenmengen, die uns umgeben, werden in den nächsten Jahren stetig wachsen, ob vernetztes Fahren, Heimkino oder Video-Konferenzen. Daher ist es wichtig, die klimafreundlichsten Übertragungswege zu finden. Unsere Forschung zeigt, dass wir verstärkt in den Ausbau der Glasfasernetze investieren sollten. Aus Klimaschutzsicht ist auch die neue 5G-Überrtagungstechnik vielversprechend. "
Immer mehr Menschen nutzen Cloud-Dienste. Durch die Corona-Pandemie ist der Bedarf weiter gestiegen: Die Nutzung von Streaming-Diensten und Cloud-Gaming hat sich etwa von Februar bis März 2020 um 30 Prozent erhöht. Im März 2020 wurde am weltweit größten Internetknoten in Frankfurt/Main (DE-CIX) ein Spitzenwert von 9,16 TBit (Terabit) Datendurchsatz pro Sekunde gemessen. Das entspricht der gleichzeitigen Übertragung von mehr als zwei Millionen HD-Videos und ist der höchste Wert, der dort je gemessen wurde.
Über die Klimawirkung von Cloud-Diensten wie Videostreaming oder Online-Datenspeicherung lagen bislang keine belastbaren Zahlen vor. Bisherige Studien kamen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Das lag zum Teil an unterschiedlichen Methoden oder verwendeten Daten. Alle Studien haben jedoch gemeinsam, dass die Ergebnisse auf Rechenmodellen und Annahmen statt auf realen Messdaten beruhen. Mit den aktuellen Daten des Umweltbundesamtes zur Umweltbelastung von Cloud-Diensten lässt sich der CO2-Fußabdruck von datenintensiven Anwendungen wie Videostreaming, Video-Konferenzen und Online-Datenspeicherung realitätsnäher als bisher ermitteln. Für die Datenerhebung wurde unter anderem bei einem großen Streaming-Rechenzentrum gemessen.
Die Studie betrachtete außerdem das Datenvolumen für verschiedene Video-Auflösungen. Eine Übertragung in Ultra-HD-Auflösung auf dem TV benötigt dabei die zehnfache Menge einer HD-Qualität, nämlich 7 GB pro Stunde statt 700 MB pro Stunde. Verbraucher*innen können CO2-Emissionen einsparen, indem der Film mit einer geringeren Auflösung angesehen wird. Für Geräte mit kleinem Display ist der Qualitätsunterschied für das menschliche Auge ohnehin nicht wahrnehmbar. Ein Webseitenbetreiber, der Videos auf seiner Seite darstellt, sollte die Autoplay-Funktion standardmäßig auf "Aus" stellen, um Daten und CO2 zu sparen. (Quelle)